Warum diese Seite?

Warum diese Homepage?

Die ersten Beiträge zu dieser Homepage wurden 2011 erstellt. Zu diesem Zeitpunkt waren die wissenschaftlichen Daten für die Auswirkungen des Sports auf die Gesundheit schon überwältigend, aber weder bei der Ärzteschaft noch bei den Betroffenen angekommen.

In den letzten Jahren erschien allerdings eine große Anzahl gut recherchierter Artikel zu den Vorteilen der Bewegung und des Sports in vielen renommierten Zeitschriften und Buchbeiträgen bis hin zu Berichten für und vom amerikanischen Gesundheitsministerium . Somit ist doch eigentlich alles gesagt – aber bei Nachfrage leider immer noch bei den meisten nicht angekommen.

Selbst wenn mit dieser Seite nur wenige angesprochen und motiviert werden, hat sich meine Mühe gelohnt!

 

Was könnte es interessant machen,
wenn ein Endokrinologe zum Thema beiträgt?

Als Endokrinologe hat man es mit Hormonen zu tun. Erkrankungen ergeben sich dann, wenn eine Hormon-bildende, eine endokrine Drüse ausfällt oder nur noch vermindert arbeitet – eine Unterfunktion vorliegt -, oder wenn ein Hormon bildendes Organ zu viel Hormone produziert – wenn also eine Überfunktion vorliegt. Es entstehen ernsthafte bis lebensbedrohliche Krankheitsbilder, wenn z. B. die Nebennieren oder die Schilddrüse zu wenig oder zu viel Hormone bilden. Für uns ist es klar, auf die richtige Menge an Hormonen kommt es an! Wie auch bei Medikamenten: auf die Dosis kommt es an. Das gilt allerdings auch für die Bewegung und beim Sport! Diesen Aspekt sollte man keinesfalls aus den Augen verlieren.

Einem Endokrinologen sind die Zusammenhänge zwischen Bewegung, Übergewicht und z.B. dem Diabetes mellitus Typ II seit Jahrzehnten bekannt. Eine erfolgreiche Beeinflussung der Lebensweise hat bei vielen unserer Patienten das Übergewicht, den hohen Blutdruck und auch den Diabetes zum „Verschwinden“ gebracht. Sport und Diabetes

Enttäuscht war man in der Praxis allerdings immer wieder, wenn die Patienten die Empfehlung zu mehr Bewegung und Sport nicht umsetzen konnten. Von der oft fehlenden Beratung im Fitnessstudio (s. auch Qualität der Trainer) bis hin zu ständiger Überforderung durch die empfohlenen Trainings-Maßnahmen mit daraus resultierenden Beschwerden wurde berichtet. Leider war damit auch die durch die Information über Vorteile von Sport und Bewegung ausgelöste Motivation verschwunden.

Viele Diskussionen mit meiner Tochter, die Sportwissenschaftlerin ist, haben mich selbst den Trainingswissenschaften näher gebracht. Typischerweise entstehen dann besonders interessanteste Diskussionen, wo es Überschneidungen von zwei Wissensgebieten gibt. In diesem Zusammenhang ist auch das ausführliche Kapitel zum Laktat Welche Bedeutung hat das Laktat? entstanden.

Versteht man einerseits, was fehlende Bewegung anrichtet und ist man andererseits in der Lage, den Patienten eine an sie angepasste Hilfestellung zu geben, so könnten sich aus dieser Mischung interessante Möglichkeiten ergeben.

Parallel möchte ich versuchen, diese Homepage auch für Beiträge anderer zu öffnen. An vielen Stellen könnten sich interessante Diskussionen ergeben. (erhalte gerade Nachhilfe zum Thema, wie erstelle ich einen Blog!)

Erfahrung weiter geben

Ein weiteres Motiv für das Zustandekommen dieser Webseite ist es, Erfahrungen aus mehr als 40 Jahren Tätigkeit als Internist / Endokrinologe weiter zu geben. Bedenkt man, dass die Endokrinologie in Deutschland vom Aussterben bedroht ist, so dürfte doch ein entsprechender Bedarf bestehen insbesondere bei der Überschneidung mit der Sportwissenschaft.

Erfahrungen – auch von Experten – werden im  Zeitalter der Evidenz-basierten Medizin kritisch hinterfragt. Wo ist die Studie, die die Aussage des Experten belegt?

Wenn es aber keine gute Studien- und Datenlage zu einer Fragestellung gibt, dann ist mir eine Expertenmeinung lieber als nichts. Hinzu kommt, dass im Alltagsstress der Beschäftigung mit den Patienten oft die Zeit fehlt, Zusammenhänge, die man immer wieder bemerkt und dokumentiert hat, mit einer möglichst prospektiven Studie so abzusichern, dass man sie publizieren kann. Allein die Auseinandersetzung mit der Ethik-Kommission mit ihren gelegentlich überzogenen Anforderungen halten viele Kollegen davon ab, Daten für eine Publikation fertig zu machen, von den oft frustrierenden ja auch ärgerlichen Auseinandersetzungen mit den Gutachtern der wissenschaftlichen Zeitschriften ganz zu schweigen.

Als Beispiel für die vielfältigen Mühen kann unsere Studie zur Fettverbrennung beim Ausdauertraining gelten, die in Zusammenarbeit mit den Sportwissenschaftlern Stefen Lotz und Eva Heinen aus dem Studio meiner Tochter, dem Kollegen Beyer aus der Praxis für Endokrinologie und Dr. Fabian Stöcker, einem Mitarbeiter der sportwissenschaftlichen Fakultät der TU München durchgeführt wurde: Viele Seiten an die Ethik-Kommission, damit man Sportler einer Spiroergometrie auf dem Fahrrad mit gleichzeitigen Blutentnahmen aussetzen darf. Die Ergebnisse der Untersuchungen selbst waren in drei Wochen fertig, die Publikation nach 3 Monaten. Nach ca 1/2 Jahr angenommen. Das war im Juni 2018, letzte Proofs im Januar, immer noch nicht erschienen. Nervig, wenn man die Ergebnisse für wichtig hält. Direkt nach dem Erscheinen werde ich die Daten auch in diese Homepage stellen.

Soll man dann die vielen in der Praxis ausgewerteten Daten für sich behalten? Oder soll man doch eine Möglichkeit suchen, diese Daten auch für andere zugängig zu machen. Ich habe mich für den letzteren Weg entschieden, möchte neben allgemeinen zusammenfassenden Informationen auch einen Teil unserer Daten zugänglich machen

  • zur Körperzusammensetzung
    • schon 1993 haben mein Kollege Dr. Beyer und ich in Nürnberg den ersten Workshop zum Thema Körperzusammensetzung im Rahmen der 1. Arbeitstagung der Sektion Angewandte Endokrinologie der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie in Nürnberg veranstaltet. Schon Jahre zuvor intensive Beschäftigung mit dem Thema in Theorie und Praxis.
    • Einen Teil der Ergebnisse hat meine Tochter, Eva Heinen,  2006 in ihrer Diplom-Arbeit dargestellt. Die dort beschriebenen Ergebnisse verstauben im Archiv der Universität, sind praktisch nicht bekannt. Die Aspekte zur fettfreien Masse des Fettgewebes ist meines Erachtens ausgesprochen wichtig. Dort erfolgte auch eine Normierung des Fett-Masse-Index und die Definition eines Muskelmasse-Indexes, der einen Größen-unabhängigen Vergleich der Muskelmasse einer Person mit der Norm ermöglicht.
  • zur Energienutzung beim Ausdauertraining
    • wenn die Publikation endlich erschienen ist
  • zur Hyperventilation (geplant)
  • zur Problematik der Schilddrüsenhormon-Substitution nach meist überflüssigen Schilddrüsenoperationen (geplant)

 

 

 

 

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