Wie kann man die Qualität von Fitnessstudios beurteilen?

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Der positive Einfluss von Sport und Bewegung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ist unbestritten. Sport kann jedoch auch negative Effekte auf die Gesundheit haben. Denken Sie nur an die vielen Sportverletzungen, besonders bei den „Kampfsportarten.

Sogar im Breitensport, bei Sportarten ohne gegnerische Einwirkungen, kommen Verletzungen durch Über- und Fehlbelastungen nicht selten vor; selbst bei einem Besuch in einem Fitnessstudio, in dem ja doch eine Anleitung durch Trainer erfolgen sollte, treten immer wieder durch die sportliche Betätigung ausgelöste Beschwerden  auf. Deswegen ist es wichtig für Sie, bei der Auswahl eines Fitnessstudios darauf zu achten, welche Qualifikation das Studio, insbesondere seine Trainer aufweisen.

Warum ist das so wichtig geworden?

Noch nie war die Streuung der körperlichen Fitness größer als heute. Das Spektrum reicht vom Marathon-Läufer bis zu Menschen, die keinerlei Sport mehr betreiben und im täglichen Leben fast nur noch am Schreibtisch, im Auto oder vor dem Fernseher sitzen.

All diesen Personen ein gleiches Training – nach der Methode nullachtfünfzehn – 08/15 – anzubieten, wird den Marathonläufer völlig unterfordern, denjenigen aber, der einsieht, dass er sich viel zu wenig bewegt, völlig überfordern! In einer interessanten Arbeit (Angaben folgen) konnten die Autoren zeigen, dass die Überforderung von Fitnesseinsteigern die Hauptursache dafür ist, warum viele ihre Bemühungen, sich mehr zu bewegen, gleich wieder beenden.

Was sollten Sie in einem Fitnessstudio erwarten?

Ohne zu wissen, was Ihre Ziele beim Besuch im Fitnessstudio sind, ist keine vernünftige Beratung und Trainingsempfehlung möglich. Unterlässt es derjenige, der Sie einweist, nach Ihren Erkrankungen und Beschwerden zu fragen, will er oder sie nicht wissen, ob und wenn ja welche Medikamente Sie einnehmen, dann sollte Ihre Skepsis größer werden. Eine Blutdruckmessung in Ruhe und unter Belastung gehört zum absoluten Muss zumindest bei Neueinsteigern vor der ersten Trainingsaufnahme.

Eine individualisierte Empfehlung, wie Sie Ihr Ausdauertraining gestalten sollten, setzt eine Belastungsuntersuchung voraus möglichst mit Durchführung eines Laktat-Testes. Wie im Kapitel Laktat beschrieben, sollte das Ausdauertraining in einem Korridor der Herzfrequenz erfolgen, die einen leichten Anstieg des Laktats um 0,5 bis 1,5 mmol/l über den Ausgangswert gewährleistet. Daraus kann dann Ihre Trainingsherzfrequenz ermittelt werden. Bietet ein Studio auch noch an, eine Messung des Laktats unter Belastung einige Wochen nach dem Start des Trainings durchzuführen, so kann ihr Trainingspuls optimal nachgesteuert werden.

Patienten besonders mit einer Erkrankung der Herzkranzgefäße sollten möglichst mit ihren betreuenden Hausarzt oder Kardiologen besprechen, bis zu welcher Herzfrequenz sie trainieren dürfen. Wenn diese Untersuchung ohne Bestimmung des Laktats erfolgt, so zeigt eine zusätzliche Belastungsuntersuchung mit Bestimmung des Laktat sehr oft an, dass die von Seiten des Herzen möglichen Herzfrequenzen schon zu viel zu intensiven Anstiegen des Laktat führen. Die Trainingsherzfrequenz sollte dann entsprechend dem Ergebnis des Laktat-Testes festgesetzt werden.

Was eine individualisierte Anpassung der Trainingsherzfrequenz auch in kurzer Zeit bewirken kann, können Sie hier nachlesen.

Was können Apps?, was passiert mit den Daten?

In den letzten Jahren ist die Zahl der Wearables und Fitness-Apps rasant gestiegen. Neben der Messung der zurück gelegten Strecke kann der Weg protokolliert werden, die Herzfrequenz aufgezeichnet werden. Sie werden sogar daran erinnert, dass sie Ihre 10.000 Schritte heute noch nicht geschafft haben. Die Messung und Aufzeichnung der Herzratenvariabilität ermöglicht gewisse Rückschlüsse auf Ihre Schlafqualität, auf Ihren Stresslevel.

Einige Apps geben auch Empfehlungen ab, was und wie Sie trainier sollten. Aber woher stammen die hinterlegten Algorithmen? Kann es richtig sein, wenn die Fitnessuhr einem 70 Jährigen empfiehlt, bei einer Herzfrequenz von 140 Schlägen pro Minute zu laufen?? Selbst wenn es gute Algorithmen gibt, was müssen Sie an gesundheitsrelevanten Daten dem Netz „anvertrauen“, damit Sie einen einigermaßen vernünftigen Ratschlag bekommen können!

Mit dem 15.5.18 ist der Datenschutz in aller Munde. Insbesondere kleine Betriebe und Vereine beklagen sich über die mit der Datenschutzverordnung notwendig gewordene Zusatzarbeit.
Der Zeitpunkt hätte allerdings kaum besser gewählt sein können; trifft er doch zusammen mit der öffentlichen Diskussion über den skandalösen Umgang mit persönlichen Daten durch Facebook. Unrechtmäßig erlangte persönliche Daten dienten zur Manipulation von Wählern mittels zielgerichteter Botschaften!

Klar hatte man früher schon den Kindern klar gemacht, dass sie ihre Selfies nicht so einfach ins Netz stellen sollten. Es ist allerdings erstaunlich, wenn man bedenkt, wie viele sich heute im Netz „mehr als nackig machen“: erwachsene Menschen vertrauen in großer Anzahl sogar gesundheitsrelevante, persönliche Daten dem Netz an!.

Als Begründung für dieses Verhalten gilt das Zauberwort: „Umsonst“! In den letzten Jahren ist die Zahl der Wearables und Fitness-Apps rasant gestiegen. Man kann sie einfach aus dem Netz herunterladen. Meist ganz umsonst‼

Ok; früher musste man sich dafür all die fürchterliche Werbung ansehen, die einfach ungefragt auf dem Bildschirm erschien. So ließ sich die kostenfreie Softwareerstellung ja vielleicht finanzieren. Heute kann man die ja auch noch abschalten. Wie aber finanzieren sich dann die Hersteller der Apps? Mit Ihren Daten!

Klar braucht man personenbezogene Daten – besonders solche, die auf Ihren Gesundheitszustand schließen lassen, um Ihnen möglichst gute Tipps zu Ihrem Training zu geben. Was aber machen die Hersteller der Apps mit Ihren Daten? Insbesondere wenn Sie ohne die bis mehr als 6000 Worte in der Datenschutzerklärung gelesen haben, zugestimmt haben – wozu auch immer!? Oder was aber passiert, wenn Zuckerberg die kleine Firma schluckt? Gehen dann auch solchen Daten an Facebook, so wie die Daten von Whatsapp?

Die Tatsache, dass Sie ständig übellaunig sind, nicht schlafen können, eine App für Krebserkrankte nutzen, könnte in mach einer Personalabteilung Entscheidungen erleichtern, die Zinsforderungen Ihrer Bank ansteigen lassen, darüber entscheiden, ob Sie die Wohnung bekommen oder ein anderer.

Umsonst gibt es nicht, funktioniert in der Wirtschaft nicht! Wenn schon keine Werbung, dann doch bitte Ihre persönlichen Daten!
Eine Untersuchung der Verbraucherzentralen im Rahmen des Projektes Marktwächter Digitale Welt zeigte schon 2016, dass 78 % der Befragten besorgt sind, dass ihre persönlichen Informationen ohne ihre Erlaubnis mit anderen Unternehmen geteilt werden.
https://ssl.marktwaechter.de/sites/default/files/downloads/infografiken.pdf

Ok; früher musste man sich dafür all die fürchterliche Werbung ansehen, die einfach ungefragt auf dem Bildschirm erschien. So ließ sich die kostenfreie Softwareerstellung ja vielleicht finanzieren. Heute kann man die ja auch noch abschalten. Wie aber finanzieren sich dann die Hersteller der Apps? Mit Ihren Daten!

Klar braucht man personenbezogene Daten – besonders solche, die auf Ihren Gesundheitszustand schließen lassen, um Ihnen möglichst gute Tipps zu Ihrem Training zu geben. Was aber machen die Hersteller der Apps mit Ihren Daten? Insbesondere wenn Sie ohne die bis mehr als 6000 Worte in der Datenschutzerklärung gelesen zu haben, zugestimmt haben – wozu auch immer!? Oder was aber passiert, wenn Zuckerberg die kleine Firma schluckt? Gehen dann auch solchen Daten an Facebook, so wie die Daten von Whatsapp?

Die Tatsache, dass Sie ständig übellaunig sind, nicht schlafen können, eine App für Krebserkrankte nutzen, könnte in mach einer Personalabteilung Entscheidungen erleichtern, die Zinsforderungen Ihrer Bank ansteigen lassen, darüber entscheiden, wie hoch die Prämie Ihrer Lebensversucherung wird, ob Sie die Wohnung bekommen oder ein anderer.
Umsonst gibt es nicht, funktioniert in der Wirtschaft nicht! Wenn schon keine Werbung, dann doch bitte Ihre persönlichen Daten!

Eine Untersuchung der Verbraucherzentralen im Rahmen des Projektes Marktwächter Digitale Welt zeigte schon 2016, dass 78 % der Befragten besorgt sind, dass ihre persönlichen Informationen ohne ihre Erlaubnis mit anderen Unternehmen geteilt werden.
https://ssl.marktwaechter.de/sites/default/files/downloads/infografiken.pdf

Für Ihre Entscheidung, in welchem Fitnessstudio Sie trainieren wollten sollte auch von Interesse sein, wie die Mitarbeiter des Studios, insbesondere die Trainer, denen Sie Ihre persönlichen Daten offen gelegt haben, damit umgehen.

 

 

 

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