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Sport, Bewegung und Depressionen
4. November 2019
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Sport und Corona

Sport und Corona

Sport und Corona – ein Widerspruch oder machbar? „Sportliche Aktivität und Atemwegserkrankungen sind auf Grund der Corona-Pandemie aktuell so sehr im Fokus wie nie zuvor“, weiß Professor Dr. Edgar Heinen.

Der Mediziner, Spezialist auf dem Gebiet des Stoffwechsels und der Hormone, macht sich stark für sportliche Aktivität, um Atemwegsinfekte zu reduzieren. „Wie bei so vielen Dingen kommt es hierbei aber auf die Dosis an“, betont der Endokrinologe, der seine Tochter Eva im  das INJOY Feldkirchen unterstützt.

Heinen greift in seinem Video eine Arbeit (Baum/Liesen 1998) auf,  in der bei Frauen über 75 Jahren während einer Dauer von 12 Wochen die Häufigkeit von Atemwegsinfektionen in drei Gruppen verglichen wurden.

Die Damen, die mit einer Gymnastikeinheit ohne Kreislaufeffekt trainierten, hatten über   50 Prozent Atemwegsinfekte in den 12 Wochen.  Die zweite Gruppe bewegte sich moderat mit Walking/Jogging. „Bei diesen Damen kann man davon ausgehen, dass diese sich durchaus beim Sport noch unterhalten konnten“, erklärt Heinen das Training. Und dennoch sank hier die Zahl der Infekte auf nur noch 21 Prozent. Noch erstaunlicher wird der Wert bei den über 75-jährigen Damen, die ihr Leben lang Sport trieben: Nur noch acht Prozent beklagten in drei Monaten einen Atemwegsinfekt. „Hier wird sehr deutlich, dass sich Bewegung die Zahl von Atemwegsinfekten reduziert“, so der Mediziner.

Heinen warnt aber auch: „Sehr intensiv Sport Treibende haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko“. Ein Beispiel aus der Baum/Liesen-Studie: Jeder siebte Teilnehmer eines Marathonlaufes erleidet innerhalb der ersten Woche nach dem Lauf eine Erkrankung der Atemwege. Auch kurz und sehr intensiv Sport treibende haben in den Stunden direkt nach dem Sport ein höheres Risiko, einen Atemwegsinfekt zu erleiden.

Körperliche Aktivität ist auch in den Corona-Zeiten wichtig, um das Immunsystem möglichst in takt zu halten! Nach längerer Zeit der Inaktivität sollte man nicht gleich wieder so intensiv trainieren, wie vor dem „Shutdown“.  Langsam die Belastung steigern oder besser noch – auch während der Corona-Krise versuchen, körperlich fit bleiben.

 

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